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Donnerstag, 23. Oktober 2014

Risotto mit Gurke und Flusskrebsen und Gespenst Hochmoselbrücke

Nach einer eher schnitzel- und pizzalastigen Woche (Hubby hatte nach letzter Zählung viermal Schnitzel) und ich habe die Pizza beim 'richtigen' Italiener genossen. Dazu kamen noch mehrfach Spaghetti Eis .... man kann es sicher vorstellen, und als krönender Abschluss dann Mutti's Party zum 80sten im Forsthaus, wo auch sonst. Jedenfalls fühlen wir uns einigermaßen kugelrund.
Risotto fühlt sich dagegen schön leicht und frisch an. Zuerst eine kleingeschnittene Lauchstange in Olivenöl und etwas Butter anschwitzen, Knofi und Reis zugeben (bei mir war es Camargue Reis - ja es gibt immer noch welchen im Vorratsschrank). Wenn die Zutaten schön angeschwitzt sind, mit Wein ablöschen und nach und nach Fond zugeben. Rühren, rühren, rühren, der Camargue Reis braucht ein bisschen länger. Nach 10 Minuten eine halbe, kleingeschnittene Salatgurke zugeben. Wenn alles gar und schlotzig ist mit etwas Butter abrühren die Fluskrebse zugeben und mit Pfeffer würzen. Bestreut habe ich es mit japanischen Nori Flakes, die riechen und schmecken sowas von nach Meer.....




Hier noch ein paar Bilder aus dem verschlafenen idyllischen Weinort Ürzig. Leider haben die Bürger dort vor vielen Jahren verschlafen sich gegen dieses Projekt richtig zu wehren - ja und jetzt findet die  Hochmoselbrücke halt statt, was für eine Schande!!!! Wenn man wenigstens Norman Foster bemüht hätte, dann könnte man vielleicht auf ein Kunstwerk, so wie hier schauen. So eine einmalige Gelegenheit wurde leider verpasst.
Derweil wachsen die Trauben zu süßen Früchtchen heran, die Winzer haben alle Hände voll zu tun diese rechtzeitig in die Fässer zu bekommen, die Steillagen - fast vertikal - ermöglichen kaum eine rationalisierte Arbeitsweise, das ist Knochenarbeit. Unglaublich, dass der Wein trotzdem noch zu machbaren Preisen abgegeben werden kann. Das geht auch nur in der Direktvermarktung und im Kleinbetrieb.




Dienstag, 14. Oktober 2014

An der Mosel zur Weinlese

Wir sind ein paar Tage an der Mosel - gerade richtig zur Weinlese. Tag und Nacht wird - teils auch mit Maschinen - gepflückt was das Zeugs hält, denn durch das relativ feuchte Wetter ist Eile geboten, so erklärte man uns. Oben im Bild der Ausblick aus den Panoramafenstern unserer Ferienwohnung - netter geht es kaum, finden wir jedenfalls!
Ausserhalb des Wochenendes ist es ruhig hier, nicht mehr so viele Touris. Mann nimmt sich Zeit. Das Wetter ist tagsüber noch recht warm. Am Morgen mit dem Kaffee in der Hand sehen wir die Nebelschwaden langsam über die Mosel wabbern. Es verspricht wieder ein guter Tag zu werden.
Die Urlaubssaison ist zwar vorbei, aber dennoch gibt es das ein oder andere Weinfest zu besuchen.

Und natürlich überall Weinproben, so viele Fragen werden von den Winzern geduldig beantwortet. Der wohl temperierte Wein in die Gäser gefüllt. Riesling ist wirklich die Königin der Weinreben und unser Kofferraum füllt sich langsam (den Roten haben wir bereits in France gekauft).
Wenn der Nebel sich hebt, werden wir zu einer Wanderung aufbrechen. Bis bald!



Mittwoch, 8. Oktober 2014

Blenheim Palace und Ai Weiwei Ausstellung

Hier wird weiterhin wenig neues gekocht. 'Old Trusted Friends' wie Shepherds Pie und Pasta in allen Variationen - alles schon tausendmal gemacht - sind keine Blog-Posts wert. Wir sind beschäftigt mit Haus, Garten - Jobs und auch manchmal Besuch. Am Tag der Deutschen Einheit kam meine Cousine Brigitte aus Deutschland auf einen (sehr) kurzen Besuch. Ich habe mich sehr gefreut und wir haben ein umfangreiches Tagesprogramm absolviert. Zuerst ging es nach Blenheim Palace - dies ist definitiv die englische Antwort auf Versailles. Gebaut um einen vernichtenden Sieg der Engländer gegen die französische Armee (übrigens auf deutschem Boden) darzustellen. Nun war es Zeit diese Großtat entsprechend in Szene zu setzen. Dazu wurden die bekanntesten Architekten und Künstler der Zeit (gerne auch aus Frankreich) bemüht. Was herausgekommen ist beeindruckt!
Blenheim Palace ist auch der Geburtsort eines ziemlich bekannten Staatsmannes, Sir Winston Churchill. Was vielleicht nicht jedem bekannt ist, Churchill entstammte dem Adelsgeschlecht der Dukes of Malborough (diese sind eng mit den Spencers und damit auch mit Lady Diana Spencer verwandt) und wurde auf dem Familiensitz geboren. Seine Grabstätte befindet sich unweit von Blenheim auf dem kleinen Friedhof in Bladon. 
Interessant ist momentan die Ausstellung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei, die in allen Räumen und auch im Aussenbereich aufgebaut ist. Spannend der Kontrast zwischen der Oppulenz des Palaces und der symbolträchtigen Kunst von Ai Weiwei.
Die Gartenanlage wurde von Capability Brown entworfen. Seine bekannteste Gartenkreation dürfte wohl Stowe bei Buckingham sein. Leider hatten wir nicht genug Zeit das volle Ausmaß der Gärten zu erwandern.
Und wenn alles Stricke reissen, es gibt (wie meist) einen tollen Gift-Shop und verschiedene Restaurants/Cafes.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Pizza - immer wieder soooo lecker

Mein Pizzamaker ist ein wenig in die Jahre gekommen, der Stein ist ziemlich schwarz, und ich bin sicher, das trägt nicht unwesentlich zum guten Geschmack bei. Er wurde mittlerweile aus dem Programm genommen, da Haushaltsgeräte im Privathaushalt nicht so hohe Temperaturen (zwischen 300 und 450 Grad) entwickeln dürfen. Nun macht gerade die hohe Temperatur bekanntlich die gute/leckere Pizza aus.... haben sich vielleicht die Pizzerien beklagt? Es lebe die Bürokratie! Sicherheitsbedenken sollte man grundsätzlich schon sehr ernst nehmen, ich käme auch nie auf die Idee diesen Pizzamaker ohne Aufsicht zu betreiben. Meist stelle ich ihn auf den Herd, so kann ich auch gleich die Abzugshaube benutzen, falls sich doch Rauch entwickelt.
Nicht nur schmeckt die Pizza wie beim Italiener, jeder kann sie sich auch so zusammenstellen, wir er mag. Ein entscheidender Vorteil bei Hubby und mir. Er mag es gerne mit Paprika, Zwiebel oder Thunfisch, vielleicht ein bisschen von allem.... ich stehe mehr auf  'scharf und herzhaft' so dürfen bei mir Salami, Chilis, Anchovis und auch Oliven nicht fehlen.
In den Teig kommt bei mir mittlerweile nur noch:
350 - 400 g weißes Brotmehl - oder wer hat auch Pastamehl
300 - 350ml lauwarmes Wasser
1 TL Salz
1 guter TL Trockenhefe
etwas Olivenöl
Diese Menge reicht für vier Pizzen.
Ich weiss nicht wie es bei Euch ist, aber ich bin schon ein Weilchen auf dieser Erde und erinnere ich an die Zeit, in der es noch nicht in jedem kleinen Dörfchen ein Pizzeria gab. Die zugewanderten Italiener hatten zuerst Eisdielen aufgemacht und bestehende Pommesbuden übernommen. Die Eisdielen-Familien fuhren im Winter zurück in die italienischen Wintersportgebiete und arbeiteten dort bis zum Umfallen munter weiter. Vielleicht gefiel ihnen der graue Winter am Niederrhein besser, jedenfalls blieben nach einer Weile einige Familien im Winter da, und die ersten Pizzerien wurden geboren. Das war so in den 70ern. In meiner Familie hatte man allerdings noch lange nicht den Mut  Pizza auch zu probieren. Geschmolzener Käse und Spaghetti mit Parmesan, das roch wie alte Socken und schmeckte sicherlich auch so..... Vorurteile gab es reichlich.   Eine Nachbarin meinte es besonders gut und brachte uns selbstgemachte Pizza zur Verkostung - diese erfreute sich leider keiner Popularität und wurde von Mutti stillschweigend weggeschmissen entsorgt. Meine erste eigene Pizza habe ich bei einem Pizzeriabesuch mit einem Boyfriend gegessen. Er brachte alle seine Überredungsküsnste, bis ich endlich anbiss  - und siehe da, einmal angefangen konnte ich gar nicht mehr aufhören, Pizza schmeckt mir seitdem einfach nur vorzüglich.
Diese kleinen Schätzchen (und ich meine wirklich "klein") sieht man auf den Straßen fast noch seltener als den CV2 in France. Der Nachbau erfreut sich bekanntermaßen größter Beliebtheit.

Sonntag, 28. September 2014

Der Birnenschwemme zweiter Teil - Birnen Einkochen im Twist Off und Birnentarte nach Micha

Um es vorweg zu sagen, auch nach dieser Aktion hatte ich immer noch reichlich Birnen in der Garage liegen...... Was nur tun damit? Nach Konsulation mit Mutti, Originalton: "Das habe ich auch noch nie gemacht!", entschloss ich mich Birnen in Twist Off Gläsern einzukochen. Dazu habe ich gesammelte Twist Off Gläser verwendet. In jedes Glas (je nach Größe) 1 - 2 EL braunen Zucker (Vanillezucker wäre bestimmt auch toll, aber den hatte ich nicht) und ein Stückchen Zimtstange und einen EL spanischen Brandy geben, die Birnen in Stücke schneiden und fest in die Gläser stopfen. Den Kessel mit Wasser aufkochen und jedes Glas zu 2/3 mit Wasser aufgiessen verschliessen und in eine 'Bain Marie', also in eine feuerfeste Form stellen und aus dem Kessel mit kochendem Wasser rundherum aufgiessen bis die Gläser zu einem Drittel im Wasser stehen. Im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen  ca. 1 Stunde 'einkochen'. Aufpassen, wenn die Gläser ein bisschen voll sind, zischen sie leicht, das ist ok- eventuell Schutzbrille aufsetzen :o))
Aus dem Wasserbad nehmen und langsam abkühlen lassen, dann sollten sie ein Vakuum gezogen haben und dicht bzw haltbar sein!
Leider habe ich bei weitem nicht genug Gläser gesammelt, daher wurde auch dieser Kuchen nach Micha's Rezept gebacken. Der Kuchen hat schon fast was von Clafoutis.
Ich habe ca. 1 Kilo Birnen in 1 EL Zucker und 3 EL spanischem Brandy  mit einem Zweig Rosmarin und etwas Vanillestange eine Stunde mariniert. Der Teig wurde aus 100g Mehl, 1 1/2 TL Backpulver, etwas Salz, 100g braunem Zucker und 4 EL neutralem Öl sowie zwei Eiern zusammengerührt. Dazu kamen 100g Saure Sahne, Creme Fraiche hatte ich nicht vorrätig. Die Birnen unter die Mischung heben und in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben. Im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen 40 Minuten backen. Mit Puderzucker bestreut servieren. Mit einem Klecks Saure Sahne sehr lecker. Danke, liebe Micha, für diese Inspiration.
Da wir beide nicht soviel Kuchen schaffen, ging der Rest noch mit ins Büro..... und da es nicht genug für die ganze Mischpoke war, wurde noch ein Pflaumenkuchen auf Quark-Öl-Teig dazu gebacken, diesen habe ich allerdings komplett vergessen zu fotografieren.......

Donnerstag, 25. September 2014

Kohlrouladen - auseinander genommen

Lasst Euch vom Foto nicht abschrecken, was kommt ist schmeckt einfach so megageil deliziös, dass Hubby auf jeden Fall einen Nachschlag brauchte, ich nicht, denn ich hatte mir schon vorher den Teller voll geschaufelt!
Aber fangen wir vielleicht am Anfang an, meine Tomatenanpflanzung im Kübel hat in diesem Jahr reichlich produziert, das ist so ohne Gewächshaus auf 'meiner Insel' nicht immer der Fall, normalerweise geht das 50:50 aus. Hubby stöhnte schon 'what shall we do with all the tomatoes?' - ich sagte 'worry not' ich habe schon eine Idee, selbstgemachtes Passata. Das habe ich schon öfters vorgestellt und viele Blogger haben ein ähnliches Rezept in petto.
Kohlrouladen machen viel Arbeit, Mutti machte sie nur selten, denn man muss die Kohlblätter blanchieren, dann Reis kochen, die Fülle herstellen, die Kohlrouladen füllen und dann stundenlang in Tomatensauce schmoren. In späteren Jahren kaufte Mutti daher auch manchmal die Kohlrouladen in der Dose (brrrrrrr!) - da machte ich dann schon gar nicht mehr mit.....

Dieses Rezept bereitet vier großzügige Portionen und mit weniger Aufwand gibt es den vollen Kohlrouladengeschmack - auch für Grobmotoriker.
Zuerst eine Tasse Basmati Reis garen, oder vielleicht einen Rest Reis vom Vortag verwenden. Dann einen kleinen Spitzkohl fein schreddern, (den Strunk rausschneiden) das kann Mr Ken Wood auch, aber offen gestanden, bis ich das alles eingerichtet und hinterher wieder sauber gemacht habe, bin ich mit dem großen Messer längst fertig! Den Spitzkohl mit einer in feine Ringe geschnittenen Zwiebel in reichlich (oder auch weniger) Öl (Schmalz passt auch) unter Rühren anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Der Kohl halbiert in dieser Zeit sein Volumen, das dauert ein paar Minuten. Zur Seite stellen. Nun die Hacksauce anfertigen. Ich nehme dazu gerne Putenhack aus der Oberkeule, hier 400g. Putenhack ist fettarm und hat Geschmack, Ihr nehmt gerne das Hackfleisch Eures Vertrauens. Das Hack mit einer klein geschnittenen Schalotte mit etwas Öl krümelig anbraten. Geriebenen Knofi und die folgenden Gewürze zufügen: 1 EL süßes Paprikapulver, 1 TL pikantes, geräuchertes Paprikapulver, 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel, 1 TL getrocknetes Oregano, 1 EL Tomatenmark, Salz und Pfeffer. Mit ca. 400ml Passata aufgiessen und einige Minuten köcheln lassen. Den Reis untermischen.

Nun kommt der Zusammenbau des Gerichtes. Eine feuerfeste Form ausbuttern, ein Drittel der Tomaten-Hackmischung einfüllen, mit der Hälfte des Spitzkohl bedecken, wieder Tomaten-Hackmischung, wieder Spitzkohl und den Rest der Tomatenhackmischung einschichten.Ich habe zwei Portionen in diese kleinen Alupäckchen geschichtet und eingefroren, die kann man dann aus der TK direkt in den Ofen schieben, wenn es mal mit der Lust zum Kochen nicht reichen sollte.... Die Form mit Alufolie abdecken und 20 Minuten in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen schieben. Nach 20 Minuten die Folie entfernen und einige TL saure Sahne sowie eine handvoll geriebene Käse darüber streuen, den Ofen auf 200 Grad hochheizen und weitere 20 Minuten überbacken.

Sonntag, 21. September 2014

Quesadillas mit Serrano Schinken - letzte Woche war ich auf Mallorca

Heute zum Lunch gab es Quesadillas mit Serrano Schinken. Quesadillas sind zwar nicht spanisch, aber mit dem Serrano Schinken könnten sie es sein! Supereinfach zu machen, den Grundstock stellen zwei Tortilla Fladen und Käse dar. Dazwischen könnt Ihr pappen, was Ihr gerne mögt.
Im Bild unten kann man sehen, wie ich das/den (?) Quesadilla aufgebaut habe, zuerst kommt geriebener Käse drauf, dann geschnittene Frühlingszwiebel, eingelegte Jalapeno Chili, Serrano Schinken, Olivenstückchen, etwas Ketchup (!) und dann noch mehr geriebener Käse. Den zweiten Tortilla auflegen und in der Pfanne auf kleiner Flamme mit etwas Andrücken zusammenpappen. Wenn die eine Seite etwas gebräunt ist, vorsichtig umdrehen und das war es dann auch schon. Etwas Abkühlen lassen und dann in Dreiecke schneiden. Ein Weinchen macht sich gut dazu!
Letztes Wochenende habe ich mich zum 'Girlie Weekend' nach Mallorca aufgemacht. Schön war es wieder - nochmals ein herzliches Dankeschön an Dich, liebe Dani!
Besonders toll war der Sonnenuntergang, den wir fasziniert an der Südspitze der Insel in Colonia Sant Jordi genossen haben.
Ich kann gut verstehen, warum sich diese Insel seit Jahren ungehemmter Beliebtheit erfreut, bietet sie doch für jeden etwas, ob man sonnen, schwimmen, segeln, saufen, klettern oder einfach nur faulenzen will. Viele Menschen träumen davon, dort dauerhaft zu leben. Wir kamen mit einigen 'Einwohnern' ins Gespräch, und da war nicht immer alles 'Hunky Dory', das Leben in der Sonne hat durchaus seine Schattenseiten, besonders wenn man dort einen Lebensunterhalt verdienen muss. Den meisten von uns war das sicherlich schon klar, dennoch gibt es immer noch so unbedarfte 'Aussteiger', die ohne Sprachkenntnisse und Erwerbsquelle den Versuch dort starten.... Good Luck!
Der Himmel über Mallorca, meist blau, manchmal wolkig und nachts voller Sterne - zum Greifen nah! Da kam die Sterne App gerade richtig 'Stargazing' könnte durchaus ein neues Hobby werden! Ich werde sie jedenfalls auch auf meiner Insel bald ausprobieren. Schönen Sonntag wünsche ich Euch!